Episode 9. Mitgemeint = Mitgedacht? Wie Gendern mentale Repräsentationen beeinflusst

In dieser Folge geht es um die Frage, wie gegenderte Sprachformen mentale Repräsentationen beeinflussen. Nach einer Einführung in verschiedene Formen des Genderns und deren Unterschiede in gesprochener und geschriebener Sprache werden zentrale Studien zur Wirkung gendersensibler Sprache vorgestellt. Im Fokus steht dabei insbesondere die Studie „Wirkung gendersensibler Ansprachen in Anmoderationen bei Erwachsenen und Heranwachsenden“, die untersucht, wie unterschiedliche Genderformen verarbeitet werden und welche Vorstellungen sie bei Erwachsenen und Heranwachsenden auslösen. Die Ergebnisse zeigen, dass gendersensible Sprache unterschiedliche Personengruppen stärker in die mentale Repräsentation einbezieht, ohne die Verständlichkeit wesentlich zu beeinträchtigen.

Beitragende (alphabetisch sortiert):
Kirsten B., Rene B., Eva H., Mara H., Vanessa W.

Shownotes

Bross, Fabian: Gendern in der Praxis. In: Leibniz-Institut für Sprache (Hrsg.): Sprachreport Jg. 40 (2024), S. 38-42.

DBSV: Gendern. URL: https://www.dbsv.org/gendern.html

Henning, Mathilde: Gibt es richtiges und falsches Gendern? In: Der Deutschunterricht. Beiträge zu seiner Praxis und Wissenschaftlichen Grundlegung 5 (2024), S. 87-93.

Humboldt-Universität zu Berlin: Geschlechtergerechte Sprache. URL: Der
Gender-Doppelpunkt Humboldt-Universität zu Berlin. URL: https://www.hu-berlin.de/zentrum-chancengerechtigkeit/themen/a-z/geschlechtergerechte-sprache

Jöckel, Sven / Dogruel, Leyla, Dogruel / Bachofer, Ronja: Wirkung gendersensibler Ansprachen in Anmoderationen bei Erwachsenen und Heranwachsenden. URL: https://doi.org/1007//s11616-021-00682-z

Leuphana Universität Lüneburg: Geschlechtergerechte Sprache – Eine Arbeitshilfe. URL: https://www.leuphana.de/fileadmin/user_upload/ZentraleEinrichtungen/frauenb/Gender_und_Diversity/sprache/PDF/Arbeitshilfe_GeschlechtergerechteSprache_final.pdf

Payr, Fabian: Von Menschen und Mensch*innen. 20 gute Gründe, mit dem Gendern aufzuhören. Wiesbaden 2021.

Rosar, Anne: Mann und Frau, Damen und Herren, Mütter und Väter. Zur (Ir-)Reversibilität der Geschlechterordnung in Binomialen. In: Gabriele Diewald / Damaris Nübling (Hrsg.): Genus – Sexus – Gender. Berlin/Boston 2022 (Linguistik – Impulse & Tendenzen 95), S. 267-292.

Sato, Sayaka / Gygax, Pascal Mark / Gabriel, Ute / Oakhill, Jane / Escasain, Lucie: Does Inclusive Language Increase the Visibility of Women, or Does It Simply Decrease the Visibility of Men? A Missing Piece of the Inclusive Language Jigsaw. In: Collabra: Psychology 11 (2025), S. 1-12.

Schunack, Silke / Binanzer, Anja: Revisiting gender-fair language and stereotypes – A comparison of words pairs, capital I forms and the asterisk. In: Zeitschrift für Sprachwissenschaft 41 (2022). S. 309-337.

Stöber, Rudolf: Genderstern und Binnen-I: Zu falscher Symbolpolitik in Zeiten eines zunehmenden Liberalismus. In: Publizistik 66 (2020), S. 11-20.

Waldendorf, Anica: Words of change: The increase of gender-inclusive language in German media. In: European Sociological Review 40 (2024), S. 357-374. URL: https://doi.org/10.1093/esr/jcad044

Zacharski, Lisa / Ferstl, Evelyn C.: Gendered Representations of Person Referents Activated by the Nonbinary Gender Star in German: A Word-Picture Matching Task. URL: https://doi.org/10.1080/0163853X.2023.2199531

Alle Links wurden am 13.8.2026 überprüft.