Episode 4. Genus und Genusentwicklung
In dieser Folge geht es um Genus und die Entwicklung von Genussystemen. Es geht darum, was Genus überhaupt ist und wie es sich im Deutschen und in anderen Sprachen entwickelt hat. Zu Beginn der Folge thematisieren wir auch die Zusammenhänge und Unterschiede zwischen Genus, Geschlecht und Gender. Genus ist eine grammatikalische Kategorie, die sich von anderen Geschlechtsbegriffen unterscheidet. Sie hat eigentlich nichts mit menschlichen oder körperlichen Geschlechtsbegriffen zu tun, sondern beschreibt Gruppen, in die Substantive eingeordnet werden. Im Deutschen gibt es drei Genera: Maskulinum, Femininum und Neutrum.
Die ursprünglichen Kategorien, auf denen diese drei Genera basieren, hatten zunächst gar nichts mit Sexus zu tun. Genus und seine Zuordnung können auf ganz unterschiedliche Weise entstehen, und die Zuordnung eines Nomens sagt nicht unbedingt viel über das eigentliche Wort aus. Die Entwicklung von Genus ist nicht nur historisch spannend, sondern kann auch für aktuelle Debatten, zum Beispiel über geschlechtersensible Sprache, wichtig sein. Deshalb ist es wichtig, die Begriffe Genus, Sexus und Gender nicht durcheinanderzuwerfen. Genus ist kein starres System, sondern unterscheidet sich zwischen Sprachen. Auch im Laufe der Entwicklung einer Sprache können sich Genussysteme verändern.
Beitragende (alphabetisch sortiert): Melek Güner, Nele ter Jung, Andrej Meysing, Maria Schuh
Shownotes
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Alle Links wurden am 28.5.2026 überprüft.


Die Podiumsdiskussion zum Podcast – am 29. April im Haus der Universität. Die Diskussion zum Nachlesen gibt es hier.
